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Karl Grüner:  
Virtueller Fotokurs
für Journalisten
Redaktionelle Bearbeitung
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Bildunterschrift
Die Bildunterschrift ist Brücke vom Bild zum Artikel. Nachdem das Bild zuerst betrachtet wird, bevor man den Artikel liest, darf die Bildunterschrift nichts voraussetzen, was erst im Artikel erwähnt wird.

  • Die Bildunterschrift sollte die sechs "W’s" enthalten (Wer? Was? Wo? Wie? Wann? Warum?)

  • Alle erkennbaren Personen sollten genannt werden (bei umfangreichen Gruppenbildern vielleicht nur die wichtigsten, die auch im Text genannt sind).

  • Reihenfolge der Nennung: entweder nach Wichtigkeit oder von links nach rechts (im Leseductus)

  • Die Bildunterschrift soll eine geschlossene Informationseinheit sein, ähnlich einem Vorspann: kurz und prägnant. Sie soll den Blick noch einmal auf das Bild lenken, das meist nur zwei Sekunden betrachtet wird, und sie soll den Leser neugierig machen und in den Artikel hineinziehen.

  • Wahrheitspflicht: Die Bildunterschrift muß das wiedergeben, was auf dem Bild zu sehen ist. Ein Archivbild darf beispielsweise nicht als aktuell ausgegeben werden; der Sinn des Bildes darf nicht durch den Text entstellt oder verfälscht werden.

  • Den Bildautor nicht vergessen!

  • Ende des Fotokurses von Karl Grüner