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Karl Grüner:  
Virtueller Fotokurs
für Journalisten
Weitere Gestaltungstipps
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Wahl der Perspektive

Je nach Standort und Kamerahaltung lassen sich die verschiedenen Perspektiven als Gestaltungsmittel einsetzen.



Die Zentralperspektive
ergibt eine strenge Linienführung mit Hilfe der Diagonalen auf ein Objekt in der Bildmitte. Dabei ist es wichtig, den Vordergrund zu strukturieren, um die strenge Linienführung etwas aufzubrechen.


Strenge Linienführung auf ein Objekt in der Mitte hin.


Zentralperspektive: die Gestaltung des Vordergrunds ist wichtig.


Zentralperspektive: Der Fluchtpunkt liegt genau in der Mitte.



Die Vogelperspektive
von einem erhöhten Standort aus ergibt einen guten Überblick über eine Landschaft oder über Menschengruppen. Dabei ist zu beachten, dass Menschen klein und unscheinbar erscheinen, wenn man sie aus der Vogelperspektive aufnimmt.



Vogelperspektive: Menschen wirken klein und unbedeutend.
Das Gegenteil, die Froschperspektive,
macht Menschen auf dem Bild wuchtiger, bedeutender. "Ein Machtmensch", wird suggeriert.


Froschperspektive:
Menschen wirken
größer und bedeutender.


Fassaden aus der Froschperspektive bieten einen ungewöhnlichen und deshalb meist reizvollen Anblick.











Die Schlüssellochperspektive,
der Blick durch eine dunkle Gasse, eine Maueröffnung oder eine geöffnete Tür, hat etwas Geheimnisvolles, Enthüllendes, Überraschendes


Durchblick durch eine Maueröffnung.















Schlüssellochperspektive: wirkt geheimnisvoll.