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         Karl Grüner:

Virtueller Fotokurs
für Journalisten
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Gestaltung durch Einsatz extremer Brennweiten


Das Weitwinkel-Objektiv
(Brennweite kleiner als 35 mm) bietet einen großen Schärfenbereich, so dass Vorder- und Hintergrund gleichermaßen scharf abgebildet werden können. Objekte, die ganz nahe am Objektiv sind, werden übergroß dargestellt und senkrechte Linien werden verzerrt (stürzende Linien), wenn man die Kamera verkantet. Alle diese "Mängel" kann man aber auch gezielt zur Bildgestaltung einsetzen, um bestimmte Wirkungen zu erzielen.



Überbetonung des Kopfes durch Verzerren bei extremer Nähe der Kamera und der Verwendung eines Weitwinkelobjektivs.



Das Teleobjektiv
(Brennweite größer als 135 mm) hat einen geringen Schärfebereich. Entsprechend kann man es gezielt einsetzen, wenn man bewußte Unschärfen erzeugen will. Sehr reizvoll ist die raffende Wirkung des Teleobjektivs, durch das hintereinander liegende Objekte zusammengezogen werden (zB: Allee, Säulenreihe, Straßenlaternen).




Vorder- und Hintergrund unscharf
durch Verwendung des Teleobjektivs
bei großer Blende. Die Flöte und
der Kopf wirken dadurch besonders
plastisch.





Raffende Wirkung des Teleobjektivs: Hintereinanderstehende Säulen werden zusammengezogen.

© Karl Grüner