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Karl Grüner:  
Virtueller Fotokurs
für Journalisten
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Das Handwerkszeug des Pressefotografen

Noch arbeiten viele Pressefotografen mit ihren bewährten analogen Kameras. Nach und nach hält aber die digitale Fotografie Einzug in die Redaktionsstuben. Die sofortige Verfügbarkeit der Aufnahmen ist ein unschlagbarer Vorteil gegenüber der Arbeit mit herkömmlichem Filmmaterial, das erst noch entwickelt und anschließend eingescannt werden muss. Und eine Auflösung von bis zu acht Millionen Pixeln, wie sie die neuesten Kameras haben, nimmt es mit der Vergrößerungsfähigkeit eines Feinkornfilms auf. Auch die Ausstattung der neuen Digitalkameras mit Objektiven von 28 bis 200 mm Brennweite kommt der von Spiegelreflexkameras mit Wechseloptik schon sehr nahe. Die Preisentwicklung tut ein Übriges, um die Ablösung der analogen Kameras durch die digitalen zu beschleunigen.

Hier soll auf beide Systeme eingegangen werden:

Analoge Fotografie

  • Spiegelreflexkamera 35 mm, möglichst zwei Gehäuse, um zwischen Farb- und Schwarzweißfilm oder zwischen Filmen verschiedener Empfindlichkeit wechseln zu können.
  • Weitwinkel- und Teleobjektiv (Normalobjektiv wird kaum benötigt), am besten Vario-Objektive 24-70 mm und 75-200 mm;
  • Elektronenblitz mit möglichst hoher Leitzahl und schwenkbarem Reflektor;
  • Nahlinsen bzw. Zwischenringe für Nahaufnahmen / Dokumentenrepros usw.;
  • Stativ;
Filmmaterial:
  Schwarzweiß-Filme Farbnegativfilme Farbdiafilme
hochempfind-
liche Filme
für aktuelle
Aufnahmen
(400-3200 ASA), z.B. KODAK-T-Max 400 oder Ilford HP5plus. (Gut zum "Puschen", d.h. kürzer belichten/ länger entwickeln) Agfa HDC-400; Fuji Super G-Plus-400; Kodak Gold-400 0der -800; Royal Gold-1000 Fuji Sensia RH-400; Kodak Elite II EL-400>
Filme mit hoher Auflösung 100 ASA - Schwarzweiß-Filme für Kunstwerke, Kirchen, Exponate usw. Alle Farbnegativ-Filme mit 100 ASA Empfindlichkeit Alle Farbdia-Filme mit 100 ASA Empfindlichkeit
Filme für Doku-
mentenau-
fnahmen
orthochromatische Filme (z.B. Agfaortho 25)    


Digitale Fotografie

Eine digitale Kamera für den Redaktionsbetrieb sollte folgende Eigenschaften haben:

  • Mindestens 5 Millionen Pixel Auflösung
  • Speicherchips mit möglichst großem Speicher (ab 128 MB), um bei einem      Fototermin genügend Aufnahmekapazitäten zu haben
  • Objektivbrennweite möglichst von 28 oder 35 mm bis 200 mm
  • Einstellung von Blende und Belichtungszeit sowohl programmgesteuert als auch      manuell
  • Scharfstellen sowohl mit Autofocus als auch manuell
  • Blitzaufsteckschuh zusätzlich zum eingebauten Blitz
  • Auslöseverzögerung unter einer halben Sekunde
  • Den LCD-Monitor vor dem Kauf der Kamera im Freien testen, um zu sehen, ob das      Bild auch noch bei Sonnenschein erkennbar ist.